
Annika
Schulleitung, Trainerin für Tai Chi und Qi Gong
Meine Freundin schleppte mich vor 13 Jahren zu einem Tai Chi Kurs, nachdem ich bis dahin immer nur getanzt habe. Es war Liebe auf die erste Bewegung.
Auf einer Chinareise sah ich dann in einem Park zum ersten Mal Chinesen mit einem Schwert Tai Chi üben. Da war mir klar, dass ich das unbedingt lernen muß. Nur konnte mein Lehrer damals keine Waffenform, und ich mußte mich in Hamburg nach einem neuen Lehrer umsehen. So bin ich hier bei Shifu gelandet.
Beim Tai Chi Schwert ist es natürlich nicht geblieben. Meine Faszination für Tai Chi kann ich hier in einer Vielzahl von Formen ausleben.
Vor einigen Jahren habe ich dann eine Ausbildung zur Qi Gong Lehrerin im Laoshan Zentrum gemacht, und so meinen Horizont erweitert.
Nun kann man sich aber die Frage stellen: Und was ist mit Kung Fu?
Ich habe mich hier 3 Jahre lang standhaft
geweigert, Kung Fu von der Basis an zu lernen. Habe mir immer nur einzelne Formen ausgesucht,
die ich auf Trainingscamps aus Spaß gelernt habe. Und irgendwann ist dann der Punkt
gekommen, wo ich tiefer und intensiver einsteigen wollte. Das ist jetzt 5 Jahre her.
Es ist eine faszinierende Art sich zu bewegen, die ich nicht mehr missen möchte.
BjörnGongfu, als greifbares Hobby, entdeckte ich Anfang des Jahres 1999 durch einen Freund. Obwohl ich vorher schon allerlei Sportarten für mehr oder weniger lange Zeit betrieben hatte, merkte ich beim Gongfu, dass sich mit dem Training andere Möglichkeiten für mich ergaben, als bei bloßem Sport.
Kampfkunst, wie auch Leistungssport, sind Beschäftigungen, in denen man in einen Dialog mit den eigenen Werten tritt. Dies betrifft sowohl die körperlichen Fähigkeiten, die man unabhängig vom Ausgangspunkt, zu steigern versucht, als auch die eigene Disziplin, Arbeitseinstellung und Zielsetzung.
Dies ist auch Teil der Philosophie des Gongfu, wie ich später lernte: die Beschäftigung mit sich selbst, die ständige Arbeit an eigenen Schwächen, aber auch der Respekt vor bestimmten Grenzen.
Ehe ich mich dem Gongfu im Allgemeinen und dem Tanglang im Speziellen widmete, war ich eher unsportlich, tollpatschig und ziellos. Nachdem ich das Training einmal begonnen hatte, änderte sich alles. Ich trainierte sechs Tage die Woche ca. drei Stunden täglich, lernte viel über mich und andere, steigerte meine Leistungsfähigkeit sowohl geistig als auch körperlich, und setzte mir neue Ziele.
Gongfu war rasend schnell mehr als nur ein Hobby geworden und ist seither einer meiner Lebensinhalte. Es beeinflusste meinen gesamten Werdegang. Nach zwei Jahren begann ich Kinder und Erwachsene zu unterrichten und richtete damit mein Leben weiter auf die Kampfkunst aus. Ich begann ein Studium der chinesischen Sprache und Kultur an der Uni Hamburg und zog in die Wu Dao.
Den Vorsatz, Gongfu auch weiter als Beruf und Berufung zu betreiben, hatte ich damals schon längst
gefasst.
Nach nunmehr einem Jahrzehnt der Kampfkunst ist er Gewissheit geworden. Heute unterrichte ich Kinder und
Erwachsene unter anderem im Gongfu, Schwertkampf und der chinesischen Sprache und Kultur.
Jasmin
Kay
YasminNach meiner abgeschlossenen Grundausbildung als Sportakrobatin war ich auf der Suche nach einer neuen reizvollen Sportart. Sie sollte mich fördern, mir neue Grenzen zeigen und mir im Leben weiter helfen. Da mich der asiatische Kontinent schon früh verzaubert hat, stand der Entschluss schnell fest. Zur Wu Dao kam ich dank meines kleinen Bruders. Er trainierte schon fleißig und begeistert bei Rebecca.
Ich kann mich noch an den Tag der offenen Tür erinnern, wo ich das erste Mal in der Wu Dao war. Im Verlauf der Aufführung dachte ich nur: "Das musst Du auch lernen Yasmin!!!". Seitdem bin ich auch eine Kung Fu Schwester.
Vor ca. 5 Jahren wurde ich dann gefragt, ob ich eine Kindergruppe übernehmen wollte. Das war eine große Ehre, aber auch gleichzeitig eine große Verantwortung. Die erste Zeit als Kinder-Trainerin war unheimlich schwer und anstrengend, aber ich glaube, das mir diese Aufgabe genau aus diesem Grunde so ans Herz gewachsen ist.
Das faszinierende am Kung Fu ist die jahrtausendealte Tradition der Kampfkunst, die mir
im Leben Sicherheit gibt.
So wie "Kung Fu" es schon deutet, ist es "harte Arbeit", diese Sicherheit zu erreichen.
Es gehört viel Training, Disziplin, Erfolge, aber auch Misserfolge dazu.
Die Wu Dao ist ein Wegbereiter für diese Sicherheit und dabei entwickelt sie
sich für mich als zweite Familie. Wie ein kleiner Mikrokosmos im Leben.
Ich bin froh, ein kleiner Teil dessen zu sein.
Marcel
NadjaTai Chi ist ganz unerwartet in mein Leben geplatzt. Es ist mittlerweile aber schon für immer MEINS geworden: Tai Chi lebt in mir und ich lebe im Tai Chi. Versucht habe ich vorher Vieles wie z.B. Fechten, aber das hat mich alles nicht gefesselt. Aufregend fand ich nur das Tanzen von Standard, Latein und Rock and Roll.
Vor 8 Jahren dann bin ich ernsthaft erkrankt. Ich mußte aufs Neue lernen auf den Beinen zu stehen. Mein Ehemann, ein Spezialist für Chinesische Medizin, empfahl mir Tai Chi. Er suchte für mich eine Einladung zum Tag der offenen Tür in der Wu Dao raus. Er brauchte sehr lange, um mich zu überreden, aber ich habe zum Glück nachgegeben.
Ich sah die Vorstellung und war tief bewegt: Annika machte damals rätselhafte, magische Bewegungen in meinen Augen. Aber ich dachte: Das ist es! Das ist meins! Und seitdem bin ich hier.
Tai Chi hat mir nicht nur mit meinen Gesundheitsproblemen geholfen. Ich kann jetzt auch diese "magischen" Bewegungen anderen zeigen. Und das macht mir unendlich viel Freude.
Jetzt ist ein Leben ohne Tai Chi, die Wu Dao und ohne unsere Mannschaft unvorstellbar geworden.
Shifu hat eine fantastische Schule gegründet! Hier gibt es eine besondere Atmosphäre.
Michael
Paddy
David
Kathi
Daniel
Bianca
Nadine

